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2005

 

Rosenmontag

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Der Rosenmontag ist insbesondere im Rheinland und Rheinhessen der Höhepunkt der Karnevalszeit. Er fällt auf den Montag vor Aschermittwoch und liegt zwischen Karnevalssonntag und Karnevalsdienstag. In Karnevalshochburgen wie Köln, Düsseldorf oder Mainz wird er mit dem Rosenmontagszug begangen. Hier geben manche Arbeitgeber ihren Mitarbeitern als Brauchtumstag frei; ein gesetzlicher Feiertag ist er aber in keinem Bundesland.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Namensgebung
  • 2 Rosenmontagszug
  • 3 Termine
    • 3.1 Häufigkeit der Termine
    • 3.2 Nächste Termine
  • 4 Rosenmontaglied
  • 5 Weblinks
  • 6 Einzelnachweise

Namensgebung

Nachdem Napoleon karnevalistisches Treiben besonders im Rheinland rigoros unterbunden hatte, sollte der Karneval nach dem Wiener Kongress 1815 reformiert werden. Dazu gründete sich am 6. November 1822 in Köln das „Festordnende Komitee“,[1] dessen jährliche Hauptversammlung am Montag nach dem vierten Fastensonntag, genannt Laetare, (also vier Wochen nach Karneval) stattfand. Der Sonntag Laetare wird seit dem 11. Jahrhundert auch Rosensonntag genannt,[2] da der Papst an diesem Tag eine Goldene Rose segnete und einer verdienten Persönlichkeit überreichte. Nach seinem jährlichen Sitzungstermin nannte man das „Festordnende Komitee“ auch Rosenmontagsgesellschaft.

Eine andere Erklärung verfolgt das Deutsche Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm. Hiernach sei die Bezeichnung Rosenmontag aus dem Mittelhochdeutschen von „Rasenmontag“, dem „rasenden Montag“ abgeleitet. Das Deutsche Wörterbuch[3] führt die Bezeichnung auf „rasen“, in der kölschen Sprache als „rose“ für „tollen“, zurück.

Im Bereich der schwäbisch-alemannischen Fastnacht wird der Tag, an dem ebenfalls in vielen Hochburgen größere Umzüge stattfinden, meist Fasnetsmontag genannt. In der Schweiz, insbesondere bei der Luzerner Fasnacht, heißt der Tag Güdis-Mäntig.

Rosenmontagszug

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Gemälde Rosenmontagszug auf dem Neumarkt, Köln, 1836

Der erste organisierte Karnevalsumzug fand am 10. Februar 1823 in Köln statt. Um 1830 übertrug man die Bezeichnung des Comitees wahrscheinlich auch auf den Umzug und nannte ihn „Rosenmontagszug“, zumindest bildete sich aus der Bezeichnung Rosensonntag (Laetare) für den mittleren Fastensonntag die Bezeichnung Rosenmontag für den mittleren Karnevalstag heraus.

Von Köln aus verbreitete sich das Rosenmontagsdatum bald im gesamten deutschen Karnevalsbrauchtum. Der erste Düsseldorfer Rosenmontagszug startete am 14. Februar 1825, der erste Rosenmontagszug in Mainz ging am 26. Februar 1838 und wurde noch als „Maskenzug“ bezeichnet. 1991 fiel der Rosenmontagszug wegen der Eskalation des Zweiten Golfkriegs vielerorts aus, so beispielsweise in Köln, Düsseldorf und Mainz.

Termine

Der Termin des Rosenmontags liegt immer 48 Tage vor dem Ostersonntag und wird wie bei vielen christlichen Tagen, die im liturgischen Jahr eine besondere Funktion haben, nach der Osterformel des beweglichen Ostersonntags berechnet.

Häufigkeit der Termine

  • Von 1900 bis 2009 fiel der Rosenmontag jeweils neunmal auf den 11., 15., 23. oder 27. Februar.
  • Am seltensten, nämlich nur jeweils einmal, fiel der Rosenmontag in dieser Zeit auf den 3., 4. (2008, kürzeste Session seit 95 Jahren und für die nächsten 152 Jahre) und 5. Februar, gefolgt vom zweifachen Vorkommen des 7. und 8. März.
  • Der Schalttag am 29. Februar war zweimal Rosenmontag.
  • Der frühestmögliche Termin, der 2. Februar, fiel zuletzt 1818 auf einen Rosenmontag. Das nächste Mal ist das im Jahre 2285 der Fall.
  • Der früheste Termin im 20. Jahrhundert war der 3. Februar im Jahre 1913. Das nächste Mal ist das im Jahr 2183 der Fall.
  • Der spätestmögliche Termin überhaupt ist der 8. März, letztmals 1943, das nächste Mal im Jahr 2038.

Nächste Termine

Die nächsten Termine sind hier aufgelistet, weitere Termine können auf der als Einzelnachweis aufgeführten Internetadresse abgefragt werden.[4]

  • 2019: 4. März
  • 2020: 24. Februar
  • 2021: 15. Februar
  • 2022: 28. Februar
  • 2023: 20. Februar
  • 2024: 12. Februar
  • 2025: 3. März
  • 2026: 16. Februar
  • 2027: 8. Februar
  • 2028: 28. Februar
  • 2029: 12. Februar
  • 2030: 4. März
  • 2031: 24. Februar
  • 2032: 9. Februar
  • 2033: 28. Februar
  • 2034: 20. Februar
  • 2035: 5. Februar
  • 2036: 25. Februar

Rosenmontaglied

Seit 1969 gibt es den Evergreen Am Rosenmontag bin ich geboren, komponiert von Charly Niessen, gesungen von Margit Sponheimer.

Weblinks

Bild anzeigen Wiktionary: Rosenmontag – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Bild anzeigen Commons: Rosenmontag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Rosenmontag im Fastnachtslexikon des Südwestrundfunks

Einzelnachweise

  1. Geschichte des Kölner Karnevals koelntourismus.de 6. Februar 2018
  2. Als Rosenmontag noch Rosensonntag war sueddeutsche.de, 19. Februar 2007
  3. Gerhard Wahrig, Deutsches Wörterbuch, 1968, Sp. 2968
  4. Wann ist Karneval Webseite zum Berechnen der zukünftigen Karnevalstermine (Serviceseite Karneval der Kreissparkasse Köln)

 


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